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150.000 € Schmerzensgeld ohne immateriellem Vorbehalt
Fall-Nr.: 104615  aus dem Jahr  2018 Geschlecht: weiblich       Geburtsjahr:
Ausgangspunkt der Verletzung: Arzthaftung Mitverschulden: nein
Hauptverletzungen: Empyem, nekrotisierende Fasziitis

Nebenverletzungen: Spannungspneumothorax , Nierenversagen

Todesfolge: nein
Anwalt: RA Schäfer
Gesamtdauer der Krankheit: k.A. Dauerschaden: ja
Krankenhausaufenthalt: k.A. Minderung der Erwerbsfähigkeit 100,00 %
Arbeitsunfähigkeit: k.A. Geldrente monatlich in Euro: nein
Urteil
Gerichtstyp: Oberlandesgericht Stadt: Frankfurt am Main
Aktenzeichen Gericht: 8 U 211/14
Fallbeschreibung: Als Folge einer ambulanten Kniegelenksoperation bildete sich eine Infektion. Trotz entsprechender Entzündungszeichen und der erkannten Möglichkeit eines Empyems wurde die Klägerin bei Vorstellung im Krankenhaus wieder nach Hause geschickt mit der Aufforderung, sich am nächsten Tag beim ambulant behandelnden Arzt vorzustellen. Über Nacht breitete sich die Infektion auf den gesamten Körper aus, sodass am nächsten Tag eine Sepsis bestand und akute Lebensgefahr bestand. Die Klägerin wurde insgesamt sieben mal (not-) operiert und verlor das eine Bein sowie am anderen Bein mehrere Zehen. Sie lag zwei Wochen im Koma. Das Gericht stellte einen Befunderhebungsfehler fest, da eine weitere Diagnostik zum Ausschluss eines Empyems geboten war beziehungsweise die Bestätigung eines Empyems eine sofortige medikamentöse Behandlung und chirurgische Intervention geboten hätte.
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