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12.000 € Schmerzensgeld ohne immateriellem Vorbehalt
Fall-Nr.: 104606  aus dem Jahr  2018 Geschlecht: weiblich       Geburtsjahr: 1942
Ausgangspunkt der Verletzung: Arzthaftung Mitverschulden: nein
Hauptverletzungen: Endoprothese

Nebenverletzungen:

Todesfolge: nein
Anwalt: RA Dubitscher
Gesamtdauer der Krankheit: k.A. Dauerschaden: ja
Krankenhausaufenthalt: k.A. Minderung der Erwerbsfähigkeit keine
Arbeitsunfähigkeit: k.A. Geldrente monatlich in Euro: nein
Vergleich (außergerichtlich)
Versicherung: Allianz Versicherungsbewertung: 3
Niederlassung der Versicherung: Hamburg Dauer der Vergleichsverhandlung: 26 Monate
Abrechnungsbasis Geschäftsgebühr (Nr.: 2300VV-RVG) 1,5
Fallbeschreibung: Der Vorwurf lautete, dass der Operateur den Abstand zwischen Prothesenkopf und -schaft zu kurz gewählt habe. Die Schlichtungsstelle bestätigte das. Bei Forderungen von 40.000 EUR Schmerzensgeld und bis dato (75. Lebensjahr) 45.000 EUR geltend gemachtem Haushaltführungsschaden einigte man sich auf eine Gesamtabfindung von 28.000 EUR, ohne dass zwischen Schmerzensgeld und Haushaltführungsschaden differenziert wurde. In Betracht der Abgeltung auch künftiger Haushaltführungsschäden dürften rechnerisch 12.000 EUR auf das Schmerzensgeld entfallen. Bewertet man den Haushaltführungsschaden (wegen des Einwands einer Umorganisation) geringer und betrachtet man die erheblichen Dauerfolgen, dürfte der Schmerzensgeldanteil auch höher zu bewerten sein: Der Mandantin verblieben trotz Revisionsoperation die Notwendigkeit, Unterarmgehstützen zu benutzen, was ihr wiederum Schmerzen in Schultern und Oberarmen bereitet, ein Beckenschiefstand mit Rückenschmerzen, Schwierigkeiten Treppen zu ersteigen, und sie zieht das linke Bein nach.
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