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3.000 € Schmerzensgeld ohne immateriellem Vorbehalt
Fall-Nr.: 104600  aus dem Jahr  2018 Geschlecht: männlich       Geburtsjahr: 1948
Ausgangspunkt der Verletzung: Arzthaftung Mitverschulden: nein
Hauptverletzungen: Mangelhafter Zahnersatz

Nebenverletzungen:

Todesfolge: nein
Gesamtdauer der Krankheit: k.A. Dauerschaden: nein
Krankenhausaufenthalt: k.A. Minderung der Erwerbsfähigkeit keine
Arbeitsunfähigkeit: k.A. Geldrente monatlich in Euro: nein
Vergleich (gerichtlich)
Gerichtstyp: Landgericht Stadt: Dortmund
Aktenzeichen Gericht: 12 O 109/17
Fallbeschreibung: Der Zahnarzt extrahierte die wenigen verbliebenen eigenen Zähne des Klägers, auf denen die bisherigen Prothesen im OK und UK fixiert waren. Der neu gefertigte Zahnersatz war mangelhaft. Abhilfe konnte auch durch mehrere Nachbehandlungstermine nicht geschaffen werden. Der gerichtlich hinzugezogene Sachverständige stellte fest, dass die gesamte prothetische Versorgung im Ober- und Unterkiefer unbrauchbar sei und die Mängel nur durch eine Neuanfertigung, der umfangreiche chirurgische Vorbehandlungsmaßnahmen vorausgehen müssten, beseitigt werden könnten. Zur Fixierung des Zahnersatzes sei die Insertion von Implantaten unumgänglich. Bei dem Kläger bestanden im Oberkiefer Zahnfleischwucherungen ("Schlotterkämme") und im Unterkiefer von vestibulär einstrahlende Schleimhautbänder. Der Zahnarzt hatte es versäumt, diese anatomischen Besonderheiten bei seiner Planung adäquat zu berücksichtigen und ein chirurgisches Konsil einzuholen.
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