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35.000 € Schmerzensgeld mit immateriellem Vorbehalt
Fall-Nr.: 103599  aus dem Jahr  2018 Geschlecht: weiblich       Geburtsjahr: 1990
Ausgangspunkt der Verletzung: Arzthaftung Mitverschulden: nein
Hauptverletzungen: Nicht indizierte Laserbehandlung bei künstlicher Linse

Nebenverletzungen:

Todesfolge: nein
Anwalt: RA Vachek
Gesamtdauer der Krankheit: k.A. Dauerschaden: ja
Krankenhausaufenthalt: k.A. Minderung der Erwerbsfähigkeit keine
Arbeitsunfähigkeit: 150 Tage 100% Geldrente monatlich in Euro: nein
Vergleich (gerichtlich)
Gerichtstyp: Landgericht Stadt: Deggendorf
Aktenzeichen Gericht: 22 O 275/17
Fallbeschreibung: Bei der Mandantin wurde in der irrigen Annahme einer Nachstars eine Laserbehandlung vorgenommen, obwohl sie bereits über eine künstliche Linse (phake IOL) verfügte. Zudem wurde sie vor Beginn der Behandlung weder über die Risiken noch über mögliche Behandlungsalternativen aufgeklärt. Aufgrund der Laserbehandlung kam es zu einer Zerstörung der eigenen Linse wie auch der eingebrachten künstlichen IOL-Linse. Es stellte sich zudem eine erhebliche und auch durch eine Brille nicht vollständig korrigierbare Fehlsichtigkeit ein. Daneben kam es zu einer Verzögerung des Studiums der Mandantin um ein Semester, da sie krankheitsbedingt ein Urlaubssemester einlegen musste. Offen gehalten wurde ein weiteres Schmerzensgeld für den Fall der beiderseitigen Erblindung. Der Gesamtzahlbetrag beläuft sich auf EUR 45.000,00.
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