Zurück Drucken


750 € Schmerzensgeld ohne immateriellem Vorbehalt
Fall-Nr.: 104601  aus dem Jahr  2016 Geschlecht: weiblich       Geburtsjahr: 1975
Ausgangspunkt der Verletzung: Arzthaftung Mitverschulden: nein
Hauptverletzungen: Schmerzhafte Schwellung des Gesichts

Nebenverletzungen: Wunde auf der Stirn mit Narbe; Hämatome; Kopfschmerzen

Todesfolge: nein
Gesamtdauer der Krankheit: 3 Monate Dauerschaden: ja
Krankenhausaufenthalt: k.A. Minderung der Erwerbsfähigkeit keine
Arbeitsunfähigkeit: k.A. Geldrente monatlich in Euro: nein
Vergleich (gerichtlich)
Gerichtstyp: Amtsgericht Stadt: Hamm
Aktenzeichen Gericht: 60 C 304/15
Fallbeschreibung: Bei der Klägerin wurde eine kosmetische Gesichtsbehandlung mit sogenannten Radiopoints zur Glättung von Falten durchgeführt. Entgegen der Ankündigung der Kosmetikerin war nach fünf Behandlungen noch kein sichtbares Ergebnis erzielt worden. Die Kosmetikerin verstärkte daher die Leistung des von ihr verwendeten Gerätes. Dies hatte zur Folge, dass das ganze Gesicht der Klägerin anschwoll und entzündlich war. In der unteren Gesichtshälfte bildeten sich Hämatome. Auf der Stirn bildete sich eine Schwellung, von der eine 1,5 cm große Narbe dauerhaft verblieben ist. Da die Klägerin unter Rosacea (kleinen Papeln auf gerötetem Grund) im Gesichtsbereich litt, war die Behandlung bereits kontraindiziert. Zudem stellte die Kosmetikerin bei der letzten Behandlung die Leistung des Gerätes falsch ein. Diese Fehler dürfen dem Bediener der Radiopoints nicht unterlaufen.
© 2008 Solacium GmbH | Alle Rechte vorbehalten |  Datenschutzerklärung |  Impressum