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15.000 € Schmerzensgeld ohne immateriellem Vorbehalt
Fall-Nr.: 103595  aus dem Jahr  2016 Geschlecht: weiblich       Geburtsjahr: 1985
Ausgangspunkt der Verletzung: Arzthaftung Mitverschulden: nein
Hauptverletzungen: misslungene Kreuzbandoperation

Nebenverletzungen:

Todesfolge: nein
Anwalt: RAin Schweitzer
Gesamtdauer der Krankheit: 36 Monate Dauerschaden: nein
Krankenhausaufenthalt: 2 Wochen Minderung der Erwerbsfähigkeit keine
Arbeitsunfähigkeit: k.A. Geldrente monatlich in Euro: nein
Vergleich (gerichtlich)
Gerichtstyp: Landgericht Stadt: Hagen
Aktenzeichen Gericht: 2 O 55/15
Fallbeschreibung: fehlerhafte Behandlung nach einer Kreuzbandruptur. Die Mandantin erlitt im Rahmen eines Sportunfalls eine Kreuzbandfraktur, die in einer Klinik in Semitendinosus Technik und Transfix-Technik operativ versorgt wurde. Da es schicksalhaft zu einem Transplantatversagen kam, stellte sich die Mandantin in einer Sportklinik zur erneuten Operation vor. In der Sportklinik war zunächst das Auffüllen der Bohrkanäle vorgesehen um eine gute Ausgangslage für die dann durchzuführende vordere Kreuzbandplastik zu schaffen. Anstatt beide Bohrkanäle zu inspizieren und aufzufüllen, wurde nur ein Bohrkanal mit Spongiosa aus dem Beckenkamm aufgefüllt. Dadurch musste sich die Mandantin einer weiteren Operation mit Auffüllung deszweiten Bohrkanals und alsdann bei Dislozierung des Spongiosamaterials, abermals einer Operation unterziehen bis schließlich die eigentlich geplante Kreuzbandersatzplastik durchgeführt werden konnte. Das unterlassene Auffüllen eines von zwei Bohrkanälen zog mithin 2 weitere, unnötige Operationen nach sich, bis dann die eigentliche Kreuzbandoperation durchgeführt werden konnte.
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