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Jahresstatistik 2013 zur Behandlungsfehler-Begutachtung des MDK

Jahresstatistik 2013 zur Behandlungsfehler-Begutachtung der MDK-Gemeinschaft


Die Begutachtung durch den MDK erfolgt im Auftrag der gesetzlichen Krankenkasse des Betroffenen und ist für diesen unentgeltlich sowie interessenneutral.

Seit 2009 werden wesentliche Inhalte der Gutachten in einer einheitlichen Datenbank erfasst.  
Durch die jährliche Veröffentlichung der Daten können diese zur Ursachenanalyse sowie zur Fehlerprävention genutzt werden.
 
Der Medizinische Dienst (MDK) erstellte 2013 rund 14.600 Gutachten wegen Verdachts auf Behandlungsfehler. Das sind gut 2000 mehr als im Jahr 2012. Die um 17 % gestiegene Gesamtanzahl der Vorwürfe kann auf das Anfang 2013 in Kraft getretene Patientenrechtegesetz zurückgeführt werden. Seitdem sind die Krankenkassen laut § 66 SGB V dazu verpflichtet, bei der Aufklärung eines Behandlungsfehlervorwurfes und der Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen zu unterstützen. Die Patienten werden dazu ermutigt ihre Rechte wahrzunehmen und eine Überprüfung ihrer Behandlung vornehmen zu lassen.
 
Die Falldaten werden von jedem MDK direkt nach Erstellung eines Gutachtens in eine lokale Datenbank eingegeben. Das Zusammenführen der regional erfassten, anonymen Daten und deren Auswertung wurde für das Berichtsjahr 2013 von einer Expertengruppe der MDK-Gemeinschaft unter Leitung von MDK Bayern  vorgenommen.

Die Auswertung des MDK wurde differenziert nach Behandlungsfehlervorwürfen und gutachterlichen Behandlungsfehler. Außerdem erfolgte eine Unterteilung nach Patientenalter, Versorgungssektor (stationär/ambulant), Fachgebieten, Behandlungsanlass, Therapie sowie Fehlerart.

Insgesamt wurden 14.585 mögliche Behandlungsfehelr an den MDK herangetragen von denen sich knapp 3.700 bestätigten. hiervon betrafen etwa 4.500 Fälle den ambulanten versorgungsbereich und ca. 10.000 den stationären (Krankenhaus-) Bereich.

Schwerpunkt der Behandlungsfehlervorwürfe ist die Orthopädie und Unfallchirurgie mit etwa 4.300, gefolgt von der Chrirurgie mit etwa 2.500 und der Zahnmedizin mit ca. 1.500 Vorwürfen.

Weitere Details entnehmen Sie bitte der MDK Jahresstatistik 2013

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