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275.000 €  Schmerzensgeld
Fall-Nr.: 102565  aus dem Jahr  2017 Stadt: München
Hauptverletzungen: Spinales Hämatom mit Querschnittslähmung
Anwalt: RA Vachek
Fallbeschreibung: Bei der Patientin wurde trotz pathologischen Blutgerinnungswerten und unterlassener Bestimmung der Thrombozytenzahl eine Lumbalpunktion zur Abklärung des Verdachts auf das Vorliegen einer Zoster-Encephalitis vorgenommen. Auch wurde vor Vornahme der Lumbalpunktion eine Anpassung der verabreichten Clexane-Dosis unterlassen, obwohl in den Herstellerinformationen ein zumindest 12-stündiges Intervall zwischen der letzten Clexane-Gabe und der Vornahme einer Punktion vorgesehen ist. Eine Aufklärung über die Risiken der bevorstehenden Lumbalpunktion und insbesondere das Blutungsrisiko bzw. das Risiko des Auftretens eines Querschnittssyndroms wurde ebenfalls unterlassen. In Folge der fehlerhaften Behandlung bildete sich schließlich nach der Lumbalpunktion ein spinales Hämatom von BWK 11 bis LWK 1 aus. Dennoch wurde auch unmittelbar nach dem ersten Auftreten der Querschnittssymptomatik eine Therapie mit Clexane fortgesetzt, obwohl die Gabe von Blutverdünnern bei bestehendem Verdacht auf eine spinale Blutung absolut kontraindiziert war. Die Patientin erlitt schließlich eine irreversible Querschnittsymptomatik und leidet an einer Mastdarm- und Harninkontinenz. Zudem wurde ihr Pflegegrad III zuerkannt.

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